Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Hier könnt ihr euere Reiseberichte posten. (Am liebsten als Bericht und nicht nur den Link.. )

Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:51

Norwegen, ein Traumurlaub mit den Motorrädern sollte es werden.

O Gott ist Norwegen teuer! Wie gut dass es noch mehr Motorradbegeisterte gibt die eine solche Tour durchführen wollen. Und noch besser wenn man diejenigen auch noch kennt.
An dieser Stelle noch mal viele Lieben Dank an Marcus und Sylvia für diesen Traumhaften Urlaub mit traumhaften Menschen.
Also ging es bereits Ende 2010 an die gemeinsame Planung eines, für mich bis heute, unvergesslichen Urlaub auf 2 Rädern durch eine traumhafte Landschaft.
Die Idee zur „Trolltour 2011 – Norwegens Mitte“ war geboren und es ging sogleich an die Planung und Buchung.

Für die Planung hilfreich hat sich folgende Literatur und Karten erwiesen:
Baedeker Allianz Reiseführer "Norwegen" ISBN 978-3-8297-1254-5
Handbuch für individuelles entdecken Norwegen ISBN 978-3-8317-1938-9
Norwegen Mitte / Norwegen Sued Freytag & Berndt 1:250 000

Es sollte keine Rundtour im klassischen Sinne werden, sondern ein fester Standort und eine mehrtagestour durch die Mitte Norwegens um sich die schönsten Orte anzuschauen.
Die Planung beschränkte sich auch nur auf die Mitte Norwegens. Die Lofoten und das Nordkap kann man sich ja mal aufheben.
Gebucht wurde ein Ferienhaus in Gälä sowie die Fähre von Kiel nach Oslo und zurück.

Ein Motorradanhänger von trailer4bikes, sowie ein Mercedes Vino bildeten den Rahmen um unsere 3 Motorräder und uns sicher nach Norwegen und zurück zu bekommen.
Die Maut für die Fernstraßen Norwegens wird gleich im Voraus bezahlt übers Internet. So viel schon mal dazu, hat hervorragend geklappt.
Für Tina die erste große Tour mit dem Motorrad.

Tag 1 Donnerstag den 18.08.2011
Verladen und Packen steht an. Bus und Anhänger stehen vor dem Haus und warten darauf beladen zu werden.
Alleine traue ich mich nicht die Motorräder, im speziellen die dicke Varadero auf den Anhänger zu hieven. Drauf schieben geht schon mal gar nicht.
Also warte ich lieber bis Marcus und Sylvia da sind damit wir die Motorräder schön verstauen können.

Die Beschreibung im Reisebericht von Marcus trifft es dann:
„Da ein "draufschieben" der Motorräder auf den Hänger sich angesichts des Gewichts nicht gerade angeboten hat,
beschlossen wir -unter der Aufbietung allen Mutes und einer gehörigen Portion "Arschbackenzusammenkeifen"- die Motorräder auf den Hänger zu fahren. Der war zwar nur 65 cm hoch, die Höhe sorgte aber trotzdem für eine gewisse Transpiration unsererseits. Nach dem problemlosen Verszurren noch den Transporter mit den Utensilien für 2 Wochen Norwegen beladen, hierzu gehörten u. a. eine riesige Kiste mit Lebensmitteln, Bier, Wein, Wasser sowie reichlich saubere Unterhosen. Schnell noch ein paar Beruhigungsbiere auf der Kirmes in Bad Timberode und ab ins Bettchen.“
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:51

Tag 2 Freitag den 19.08.2011
Meine Güte, 02:0 Uhr nachts! Dunkel und warm ist es draussen als wir reichlich müde aus den Bettchen hüpfen um uns in das größte Abenteuer des Jahres zu stürzen.
Noch einen leckeren Kaffe und ein paar Brötchen für die lange Anreise nach Kiel und auf geht’s.
Die Vorfreude hält uns wach und wir hoffen dass die Autobahn in Richtung Norden frei ist. Auf nach Kiel, Norwegen wir kommen!
Gegen halb elf erreichen wir ohne Probleme den Fährhafen und stehen nun vor diesem riesigen Schiff.
Pünktlich legt die Fähre ab und wir genießen bei einer Flasche sekt und ein paar Dosen Heinecken die Überfahrt bei Sonnenschein.
Anschließend in der Einkaufspassage auf dem Schiff erst mal nicht so klar war was da schwankt... das Schiff oder bestimmte Personen.
Wir genießen aber die Überfahrt auf dem Sonnendeck und erreichen gegen 17:30 die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden.

Wieso lassen die hier die doofen Ventilatoren laufen. Ohne den Wind wäre es viel angenehmer auf dem Oberdeck der Fähre.

Tag 3 Samstag den 20.08.2011
Gut genächtigt und nach einem ausreichenden Frühstück erreichen wir am frühen Morgen das Wolkenbehangene Oslo. Vom Oberdeck aus schon mal ein paar Fotos gemacht von der Fahrt durch unseren ersten Fjord sowie von Oslo und der Sprungschanze Hollmenkollen. Auch wenn Oslo ein schönes Städtchen ist, läd es uns heute nicht zum verweilen ein. Runter von der Fähre und auf geht’s in Richtung Norden.
Wir fahren entlang der E6, einer gut ausgebauten Straße, vorbei am Mjosa See. Wieso bildet sich eigendlich eine so lange Autoschlange hinter uns? Hier darf man doch nur 80 km/h fahren…oder waren es mp/h????
Na ja, nur nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Vor Lillehammer eine kurze Rast damit einige von uns schon mal die Finger in einen Norwegischen See halten können.
Die erste Sehenswürdigkeit liegt an der Strecke. Die Stabkirche von Ringebu. Bei schönstem Sonnenschein spazieren wir um die Kirche herum, und Marcus wird gebeten von einem Päärchen ein Bild zu machen. Dieser aufforderung kommt er gerne nach und bringt das Paar in Position.
Dass er dann aber den Himmel über ihnen Fotografiert sagt er ihnen nicht…..

Welch eine Traumhafte Landschaft erschließt sich uns auf der Weiterfahrt.
Die Vorfreude diese Landschaft auf 2 Rädern zu erkunden wächst ins unermessliche.
Bei Harpefoss schickt uns das Navi links ab in Richtung Gälä. Von nun an geht es bergauf. Der Bus hält!

Die Straße schlängelt sich bis zum Gälävatnet an dem wir ein Päuschen machen und auf den Vermieter warten der uns zu unserem Domizil für die nächsten Tage begleitet.
Von der geteerten Straße geht es nun einen Schotterweg mit vier engen Kehren den Berg hinauf bis zu dem Ferienhaus.
Die Übernahme ist schnelle erledigt und schon geht es ans ausladen und Abladen. Schönes Haus. Schöne Terrasse mit einem absolut genialen Blick auf den See und die Berge des Jodunnen Nationalparks in der Ferne. Und die Sauna werden wir auch verwenden!
Wieso riecht eigentlich die Kupplung des Mercedes so merkwürdig. Bin doch nur ein paar Meter mit dem Anhänger rückwärts den Schotterweg rauf!
Zur Feier des Tages wird erst mal auf der Terrasse der mitgebrachte Biervorrat angebrochen und gemütlich unter einer Ferkellampe das Abendessen auf der Terrasse genossen.
Alle Eindrücke zu verarbeiten die uns dieser erste Tag schon geboten hatte ist gar nicht so einfach und wird unvergessen bleiben.
Norwegen, wir sind da!
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:54

Tag 4 Sonntag den 21.08.2011

Morgens früh… die Glocken läuten! Wie eine Kirche hier? Soll das jeden Morgen so gehen?
Ist aber eine komische Kirchenglocke.
Ach nee, Schafe laufen um das Haus und haben die Glöckchen umhängen. Und stellen sich auch noch vor das Schlafzimmerfenster von Sylvia und Marcus.
Aufstehen und Kaffee kochen. Die erste Zigarette am frühen Morgen auf der Terrasse. 6° C, ganz schön frisch. Aber was für eine Aussicht!
Frühstück in Norwegen. Dank unseres Beladungsplanes ist dieses hervorragend!
Tina und ich machen einen kleinen Spaziergang durch die Ferienhaus region und genießen auch immer wieder die Aussicht die sich uns hier bietet.
Und nun, auf zur ersten Tour. Die Straßen in Norwegen bestehen zu einem nicht unerheblichen Teil, aus feinem und feinstem Schotter.
So auch der erste Teil unserer kleinen Runde von knapp 180 km entlang des Peer Gynt Vegen der sich direkt bei unserer Unterkunft entlang schlängelt geht es einmal rund um Ringebu.
Der Peer-Gynt-Vegen, beinhaltet auch gleich die erste Schotterpassage die wir fahren dürfen. An der Mautstation (Schotterstrecken kosten Maut, geteerte Straßen nichts. Sobald die Schotterstraße genug Maut zum Teeren eingenommen hat gibt’s die dann geteert auch für lau.)
Für Motorräder muss man jedoch an den wenigsten Mautstellen etwas bezahlen.
Die Fahrt führte Talwärts ins Gudbrandsdal und an der Tankstelle in Ringebu wurden zum ersten mal unsere Statoil-Kaffeebecher verwendet, die wir bei der Anreise in Lillehammer schon gekauft hatten.
Marcus hatte irgendwo gelesen, dass diese Thermo-Kaffeebecher an jeder Statoil-Tankstelle in Norwegen kostenlos mit Kaffee gefüllt werden; sicher waren wir uns allerdings nicht.
Also haben Marcus und ich unsere liebreizenden Frauen vorgeschickt, dass wir angeblich mit laufendem Motor auf den Mopeds gewartet haben sollen gehört ins Reiche der Legenden.... .
Aber kein Problem, die Kaffeeversorgung bei Pausen war gesichert, mit den Bechern gibt’s in Norwegen an jeder Statoil Tankstelle Kaffee satt.
Nach der Pause ging es dann wieder Bergauf zum Venabygdsfjell, wo sowohl die Straße als auch die Landschaft äußerst Abwechslungsreich und Reizvoll ist.
Mit einem wunderschönen Blick auf das Rondane-Gebirge werden wir für den stetigen Aufstieg in das Gebirge belohnt. Weiter ging es östlich über Haugland und Mogrenda um kurz vor Atna schliesslich auf den Friisvegen abzubiegen und wieder ein paar Höhenmeter zu erklimmen.
Temperaturanzeige nur noch 12 Grad, wir haben Sommer!
Außer Steine, Moose und Flechten wächst hier auf knapp 1100 Höhenmetern nichts mehr. Es sei denn man zählt die Schafe und die wandelnden Steaks die hier überall frei rumlaufen als Gewächse der Natur an.
Das Wetter wurde zusehends schlechter, so dass wir bei einsetzendem Regen erst mal ein Cafe ansteuern und uns ein wenig aufwärmen. Unter Regen ging es dann weiter Richtung Ringebu zum Tanken.
Der Beschreibung aus dem Reisebericht von Marcus:
„Die anschließenden 20 km bis zum Ferienhaus hat es dann ordentlich gegossen, was in Verbindung mit den Schotterwegen natürlich dafür sorgte, das die Motorräder aussahen wie SAU.“ ist nichts hinzuzufügen.

Ein wenig unterkühlt aber mit einem fetten Grinsen im Gesicht haben wir dann den ersten Tour Abschluss schoppen genossen.

Wir haben uns dann am Abend dazu entschieden den nächsten Tag nicht mit Motorradfahren zu verbringen, sondern die nähere Umgebung mit dem Bus zu erkunden. Gerüchte sagen dass es Leute gegeben haben die diese Entscheidung auf dem Sessel verschlafen haben
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:55

Tag 5 Montag den 22.08.2011
Sonne und Wolken wechselten sich ab und so ging es nach dem Frühstück mit immer noch geruchsstarker Kupplung
des Mercedes mit selbigen zunächst mal in die nähere Umgebung, an den See von Gala und anschl. nach Vinstra zum Einkaufen.
Unsere Bikes wurden am heutigen Tage mal einer Feld Reinigung unterzogen und bei Tinas und meiner Maschine wurde die Kettenpflege von Dry Lube wieder auf alt bewehrtes Kettenfett umgestellt. ( Merke: Dry Lube ist was für Sonnenscheinfahrer)

Nach diesem erholsamen Tag durfte ich dann am Abend unser Festmahl auf einem Einweg Grill den es hier in Norwegen überall zum Kaufen gibt zubereiten.
Die Terrasse mit der Ferkellampe ist einfach göttlich!
Den Blick in Richtung Jodunheimen Nationalpark zeigt uns dessen Schnee bedeckende Gipfel.

Tag 6 Dienstag den 23.08.2011
Das Highlight des Urlaubs steht bevor. Eine Viertages tour durch Norwegens Mitte!
Bei strahlendem Sonnenschein geht es los zu den Fjorden und Trollen.
Kalt ist es am frühen Morgen. 5° C im Gudbrandsdal das wir auf der auf der E6 Richtung Norden befahren um dieses dann in Dombas in Nordwestlicher Richtung zu verlassen.

Von jetzt an ging es durch das Ronsdal Richtung Andalsnes. Wenn wir bisher schon dachten dass die in Norwegen wohl Wasser sdatt haben wurden wir auf der anschliessenden Tour durch das Ronsdaldiesen Eindruck bestätigt bekommen. Wasserfälle und den wilden Flusslauf der Rauma gab es hier schon mal satt.
Interessant war hier auch die Kunst eine Eisenbahntrasse in einem dafür eigentlich komplett ungeeigneten Tal zu bauen, eine absolut abenteurliche Trassenführung. Nach der Fahrt durch dieses wasserreiche aber auch wildromantische Tal erreichten wir dann Andalsnes am Romsdalfjord.

Nach einer kurzen Kaffee- und Tankpause (was bin ich froh dass Marcus den Tip mit den Statoil Bechern gefunden hat) ging es dann weiter zum Trollstigen.
Das erste große Hihglight. Respekt einflößend schlängelt sich der Trollstigen den Berg hinauf. Reisebusse und Caravans schleichen langsam den Berg hinauf während wir auf einem Parkplatz am Fuße den Ausblick genießen und uns Seelisch und moralisch darauf vorbereiten diese Straße zu erklimmen.
Die Blechbüchsenarmee kommt mir in den Sinn. Den Berg hinauf im Dauerlauf marschiern wir zwo drei vier….

Für Tina sind es die ersten Kehren in einer Alpinen Region und man sieht ihr förmlich an wie der Hals enger wird.
Aber auch bei mir macht sich etwas Unbehagen breit, denn eine solche alpine Erfahrung wie Marcus kann ich noch nicht aufweisen.
Marcus vorweg, ich hinterher und dann Tina.

Auf halber Strecke überquert die Straße dann noch den Stigfossen, einen Wasserfall der sich etwa 180 Meter in die Tiefe stürzt. Dort wartet Marcus bereits mit der Kamera als ich mich zu ihm und Sylvia geselle. Alas Tina dann auch da ist ( hat gar nicht so lange gedauert und nach eigener Aussag auch nicht weh getan) werden noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen und dann geht es weiter den Berg hinauf.
Oben erwartet uns eine tolle Aussicht bei herrlichem Sonnenschein, der uns eine ganze Zeit zum Verweilen animierte.
Hier haben wir auch erst mal ein kleines Steintürmchen von Sylvia bauen lassen, um die Trolle zu besänftigen.
Weiter ging es über den Trollvegen durch das hochalpine Maiadalen und das dagegen fast schon mediterran wirkende Valldalen zum Norddalsfjord, wo wir in der Nähe von Sylte eine Zeit lang auf die Fähre bzw. die Mitnahme auf selbiger warten mussten. Das Steintürmchen hat wohl geholfen, nicht ein Troll hat uns auf der Fahrt mit Steinen beworfen.

Auf der anderen Seite des Fjords lag der von Marcus anvisierte Campingplatz (http://www.ytterdal-camping.no/tysk/index.php) wo wir uns zwei einfache Häuschen (Hytta) für die Nacht für durchaus günstiges Geld mieteten.

Nach einem kleinen Einkauf und dem anschließenden Abendessen vor der Hütte ging der erste Tag der Rundtour bei einer Dose Bier zu Ende. Bei den Bierpreisen in Norwegen sollte man sich für das nächste Mal einen Bierkistenhalter an das Motorrad schrauben.
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:56

Tag 7 Mittwoch den 24.08.2011

Nach der ersten "Hytta"-Nacht am Norddalsfjord ging es nach dem leckeren Frühstück mit frisch gebrühtem Kaffee
mit der Fähre wieder über den Fjord und ein paar Kilometer weiter mit der nächsten Fähre über den Storfjorden, den Anfang des Norddalsfjord weiter Richtung Hellesylt.
Welch ein Name, Hellesylt! Welch ein schöner Ort, Hellesylt!

Bevor wir die nächste Fähre verwenden konnten haben wir die Gelegenheit genutzt und uns umgeschaut sowie ein leckeres Eis verputzt.
Dann ging es mit der Fähre etwas über eine Stunde durch den Geirangerfjord.
Das Ganze bei strahlendem Sonnenschein, ein beeindruckendes Erlebnis.

Der Fjord befindet sich rund 100 KM von der Küstenlinie Norwegens entfernt und wird mit Vorliebe von Kreuzfahrtschiffen befahren.
Nach dem Anlegen in Geiranger ging es direkt nach links auf die Adlerstrass. Hier erklimmt man auf ein Länge von ca 5 KM und 11 Kehren eine Höhe von ca. 500 Metern und hat dann eine tollen Blick über den Fjord.
Die Bilder die hier gemacht wurden könnte man auch in den Katalog von Rukka aufnehmen.

Als dann der erste Bus mit einer japanischen Reisegruppe hier eintraf ging es die Straße wieder hinunter um hinter dem Ort den Anstieg zur Dalsnibba anzugehen.
Auf einer engen und serpentinenreichen Straße ging es bergan. Ab 800 höhenmeter wächst hier kein Baum mehr.
Urplötzlich ist man in einer Hochgebirgslandschaft und das ganze gerade mal auf 1000 Meter über Meereshöhe.

Auf der Anhöhe, dem Djupvass (1038 m), geht es links ab zum Aussichtspunkt auf dem Dalsnibba (1500m). Hier nun eine, auch für Motorradfahrer, mautpflichtige Strecke. Nachdem unsere Kassenwartin Sylvia (sie hat kein eigenes Motorrad und kann nicht flüchten) die Maut für uns bezahlt hatte ging es auf Schotter bergauf. Und natürlich wieder Kehren!
Unvergessen wird mir in dem Zusammenhang die Tatsache sein dass Sylvia der Kassiererin ihr Handschuhe in die Finger drückte, so nach dem Motto „Halt mal“.

Eins schon mal Vorweg… meiner Therapie zur Bewältigung meiner Höhenangst hat die Auffahrt zum Dalsnibba geholfen. (mann ist mir schlecht, so hoch).
Hier oben waren wir auf Augenhöhe mit Gletschern und hatten den erwarteten Blick auf den winzigen Geirgangerfjord.

Nach den obligatorischen Fotos ging es die Schotterstrecke wieder hinab und weiter auf der Route, vorbei an Gletscherseen und durch elend lange, nasse und dunkle Tunnels (einer sogar unter einem See durch). Der Geiranger Fjord und Dalsnibba brauchen Zeit. Da wir durch die vielen Fototstopps und die Fährfahrt auf dem Geiranger dem Zeitplan nicht mehr einhalten konnten, beschlossen wir das Tagesziel nicht mehr zu erreichen und 60 km früher als geplant einen Campingplatz zu suchen.
Geschüttet hat es dann mal wieder wie aus Eimern. Marcus und ich sind dann noch einkaufen gefahren um uns ein lecker Abendess zu zaubern sowie das redlich verdiente Abendliche Tour Abschluss Bier zu uns zu nehmen.

Hier lernten wir einen jungen Holländer kennen, der seit einigen Wochen mit seiner AfricaTwin unterwegs war und sich vorgenommen hatte die komplette Atlantikküste von Portugal bis zum Nordkap abzufahren.
Die Beladung der Twin mit Gepäcktaschen sogar an den Sturzbügeln war einmalig.
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:57

Tag 8 Donnerstag den 25.08.2011

Am nächsten Morgen erst mal gefrühstückt.
Der Himmel war nach dem nächtlichen Regen stark bewölkt aber es blieb trocken. Also das Gepäck verstaut und rauf auf die Motorräder.
Von Olden den Faleidfjorden weiter. Entlang des Innvikfjorden bis Utvik der E60 folgen, dann links über die Berge in Richtung Byrkjelo und prüfen ob man mit Mortorrädern auch Fußgänger und Fahrradwege fahren kann sowie die Reaktion der einheimischen dazu.
Die Gesichter der Kindergärtnerinnen werde ich auch nie vergessen.
Durch das Gebiet des Storfjordenbis Storebru und dann nach Naustdal dort findet man dann Automatentankstellen diese akzeptieren keine Mastercard, aber Visa!!!

Weiter über schmale Straßen entlang an unzähligen Seen und Fjorden.

Auf dieser Etappe gibt es den ein oder anderen Tunnel und so kamen wir in den "Genuss" stockfinstere, nasse und eiskalte Tunnels mit bis zu 6 KM Länge fahren zu dürfen.
E39 entlang des Breimvatnet nach Sandane am Gloppefjord und Hyefjorden bis Hyen.

Entlang des Fordefjorden nach Forde. Über die E39 durch das Ytredalen südlich Vadheimstfjorden. Gehört zum Sognefjord.
Nach einer längeren Fahrt entlang des Sognefjord erreichten wir dann am Nachmittag die geplante Fähre in Dragsvik und mussten uns erst mal orientieren. Die Fähre bzw. Fähren bedienen in einer Dreiecksfahrt die Orte Hella und Vangsens, was das ganze zunächst nicht einfacher macht um die richtige Fähre zu erwischen. Als dann noch Einheimische auf der Fähre ihre Autos wendeten waren die Fragezeichen im Kopf komplett.

Diese Fähre ist jedoch die einzigste Möglichkeit weiter nach Osten zu kommen. Entlang dem Sognefjord und dem Sognedalsfjorden bis Sognedalsfora. Nach der Überfahrt wurde erst mal der nächste Supermarkt angesteuert um die Verpflegung für das Abendessen einzukaufen.
Weiter bis Gaupne zum Gaupnefjorden.

Leider hatte die Bewölkung weiter zugenommen und so mussten wir die letzte Fahrstunde des Tages im Regen absolvieren und erreichten schließlich gegen 19:00 Uhr den geplanten Campingplatz in Sandvik.
Der freundliche und gut deutsch sprechende Besitzer machte uns einen guten Preis für eine Luxushütte mit Dusche, Küche zwei Schlafzimmern und einem Wohnzimmer, damit war das verregnete Ende dieses Tages nicht mehr ganz so schlimm.
Auf diesem Abschnitt kann man jedes Stück Landschaft genießen... auch wenn es ein Tunnel ist!

Tag 9 Freitag den 26.08.2011

Nachdem der Regen sich in der Nacht verzogen hatte ging es nach dem Frühstück zu einen Abstecher in das Jostedal mit dem Nigardsbreen als Ziel, einen Gletscher.
Der Nigardsbreen ist ein Ausläufer des Jostedalsbreen, welcher wiederrum mit 100 KM Länge, 15 KM Breite und bis zu 500 Metern Dicke der größte Gletscher des europäischen Festlands ist.
Die imposante Erscheinung ist schon bei der Anfahrt gut zu erkennen.

Ist man auf dem Parkplatz beim Gletscher angekommen kann man per Boot über den Gletschersee übersetzen und an geführten Wanderungen teilnehmen.

Auch hier ist man vor Reisebussen und japanischen Kameras nicht sicher. Einer dieser fernöstlichen Touristen muss wohl bei Honda arbeiten und dort meine Varadero gebaut haben. Er MUSS unbedingt mit der Vara zusammen auf ein Bild.
Zurück in Richtung Sognefjord und weiter durch das romantische Fortundalen wieder aufwärts zum Sognefjell.
Die Passstraße führte uns wieder durch eine beeindruckende Hochgebirgs- und Gletscherlandschaft.
Trotz der vergleichsweise geringen Höhe von 1450 m ( die etwa 4000 alpinen Höhenmetern entspricht) ist man mit den Gletschern wieder auf Augenhöhe und kann an tolle Ausblicke auf den Jotunheimen genießen.
Nach einigen Kilometern in der Höhe folgten wir der Strasse wieder bergab und steuerten unseren nächsten Halt Lom an. Nach einer Kaffeepause (dank der Statoil-Kaffeebecher ja kein Problem) haben wir der der Stabkirche von Lom noch einen Besuch abgestattet und sind dann wieder in das Gutbrandsdal eingebogen und haben Kurs auf unser Ferienhaus genommen.
Die viertägige Rundreise war damit beendet und es folgte erst mal ein Ruhetag mit Putz- und Flickstunde. Mensch, Maschine und Material wollten gepflegt werden.
Bevor wir die Hütte erreichen gibt es noch einen schnellen Einkauf in Vinstra . Abendessen und Abschlussbier müssen ja sein.
Warm Duschen und gut zu Abend essen. (Erbsensuppe deluxe)
Wir haben dann erst mal den Kamin angezündet und die Hütte unter rauch gestellt.

Vielen Dank an Marcus der diese traumhafte Tour ausgearbeitet und souverän geführt hat!
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 16:58

Tag 10 Samstag den 27.08.2011.

Erster richtiger Regentag. Wir haben für unsere Verhältnisse lange geschlafen ( immerhin 08:00 Uhr!)
Nach der besonderen 4 tagestour gibt es ein Frühstück das seinesgleichen sucht. Frühstück mit Rührei und Shrimps. Der Wäschetrockner im Haus entpuppt sich als 2te Sauna.

Wir machen einen Einkaufsbummel in Vinstra. Marcus hat die Mopeds gewaschen *tätschel*
Den lieben langen Tag damit verbracht ein Buch zu lesen... und zu essen......
Am Nachmittag haben wir eine Käserei gesucht die im Reiseführer beschrieben war. Leider geschlossen.

Tag 11 Sonntag den 28.08.2011
Für den heutigen Tag steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm, Lillehammer.
Der Bummel entlang der Einkaufsstraße ist etwas enttäuschend. Fast alles zu. Nach einem Cappuccino in der Innenstadt sind wir dann noch zum Olympiapark gelaufen.

Ansonsten ist Lillehammer ein sehenswertes Städtchen. Auch hier werden wir von japanischen Bustouristen umringt.
Was besonders unsere liebreizenden Frauen überrascht die gerade noch im Reiseführer vertieft sind und gar nicht richtig mitbekommen dass die Japaner Lillehammer einnehmen.
Die Museumsstadt in Lillehammer hatte nur noch 1 Stunde offen. Noch ein wenig die Mopeds gepflegt und dann gefaulenzt.

Tag 12 Montag den 29.08.2011
Es hat die Nacht über geregnet. Heute soll es in den Jotunen Nationalpark gehen.
Also schnell Frühstück rein und auf die Mopeds. Anfangs noch ganz gut, erwies sich dann die Fahrt über die nassen Schotterpisten in Richtung Jotunen als Höllenritt. Die Strecke war arschglatt.

Kam Tina mit der CeBeF noch ganz gut durch war es bei mir schon ein Risiko und für Marcus und Sylvia auf war es unfahrbar. Wir haben die Fahrt dann erst mal abgebrochen und Sylvia hat dadurch ihre kleine Wandereinlage bekommen.
Flexibel wie wir sind haben wir schnell umdisponiert und wollten dann zum Rondane Nationalpark. Irgendwi hat sich die Bocklosiskeit und das weicheihafte durchgesetzt. Zu kalt und zu verregnet. Also Abbruch!

Zurück in der Hütte haben sich dann zu uns Rindviechern noch andere mit Fell gesellt. Marcus hat dann versucht sie von unseren Motorrädern zu vertreiben und stellte sich Todesmutig einer Kuh in den Weg.
Den Rest des Tages haben wir dann mit Romme spielen, essen und trinken verbracht!

Tag 13 Dienstag den 30.08.2011

Ein neuer Tag im Paradies beginnt. Heute aber, da soll es endlich klappen mit dem Jotunheimen Nationalpark! Kinder ich sag euch, geile Show!
Jotunheimen ist das höchste Gebirge Norwegens und bedeutet übersetzt „Heim der Riesen“. Also das Riesengebirge in Norwegen .. oder so.
Klingt heimatlich.

Die Landschaft ist mit schroffen Gipfeln, Gletschern, Moränen und vielen Trogtälern stark geprägt.
Einfach ein Traum. Von Gälä aus starten wir in Richtung Jotunheimen Nationalpark. Was wir dort in der Gegend um den See Vinstre, der Heimdahlshoe, den verschiedenen Fjells wie Refjellet, Besfjellet und Veofjellet gesehen habe ist einfach nur unglaublich.
Ein vorwärtskommen ist eigentlich gar nicht möglich. Jede Kurve, jede Kuppe lässt uns mit offenem Mund das Atmen vergessen.

Eine Aussicht schöner wie die andere. Immer wieder wunderschöne Seen mitten in der doch recht kargen Gebirgslandschaft. Ausblicke auf den schneebedeckten Jotunheimen lassen keine Wünsche übrig.

Die ganze Schönheit diese Natur lässt sich kaum in Worte fassen.

An diesem Abend schmeckt das Abschlussbier für die Tour doppelt gut. Und zufrieden kehrt Ruhe ein in die Berghütte bei Gälä. Jedoch nicht, ohne noch einen letzten Blick in den Sonnenuntergang in Richtung des Jotunheimen Nationalparks zu werfen.
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 17:02

Tag 14 Mittwoch den 31.08.2011

Welch ein schöner Tag beginnt. Kann es nach der Tour gestern noch besser werden? Keine Ahnung, lassen wir uns überraschen.
Marcus putzt heute nicht sein Moped, er lässt putzen.
Die zauberhaften kleinen Wollknäuel die er jeden Morgen als Wecker missbraucht hat er nun auch noch dazu gebracht seine Varadero zu reinigen. Schäffchenpolish!!! Wie macht der das nur. Ob er mit den Tieren reden kann?

Nun ja, auch wenn es ein schöner Tag ist, zum Wetter kann man nur sagen: Sch.. Wetter....
Sylvia und Marcus wollen heute eine Bustour in Richtung Vinstra und Umgebung machen.
Tina und ich ziehen es vor eine Runde mit dem Motorrad durch das Espetal zu machen.

Wir starten unsere Motorräder und begeben usn die ersten Kilometer auf dem Peer Gynt Vegen in Richtung Gaustal. Wir haben uns dazu entschlossen die Runde entgegengesetzt zu fahren wie sie ursprünglich geplant war, da ansonsten deas erste Stück wieder über die Schotterpiste geht die letztlich so glatt war.
Wir sollten es nicht bereuen!

Tina steht ja den gesammten Urlaub über auf Kriegspfad mit den Kehren auf der Schotterpiste von der Hütte zum Peer Gynt Vegen.
Jeden Morgen an immer der gleichen Stelle habe ich die CeBeF um diese eine Kurve gefahren und dann die Varadero oben abgeholt. Heute sollte das anders werden.
Tina fährt die Kurve!!!
Was jedoch keiner von uns beiden bisher beachtet hatte waren der Polnische Bautrupp die genau in dieser Kehre eine Hütte reparierten und uns wohl die ganze Woche schon beobachtet hatten.

Tinas Mut wurde durch den Applaus des Bautrupps belohnt. Und ich war mächtig stolz auf meinen Schatz!

Auf der Höhe von Skeikampen, immer noch dem Peer Gynt Vegen folgend, traute ich meinen Augen nicht als ich nach links schaute. Was stand denn da am Waldrand, so ungefähr 200 m entfernt!
Elche… hurra, die ersten Elche in Norwegen. Stehenbleiben, Motor aus und Kamera zücken war eine Bewegung. Knips, hab dich! Dort standen tatsächlich mehrere Elche. 2 Ausgewachsene Tiere sowie ein Jungtier. Die grossen hatten wohl keine Lust mehr fotografiert zu werden, das Jnugtier jedoch blieb am Waldrand stehen und beobachtete uns neugierig. Das ging so lange gut bis wohl die Mutter zurückkam und das kleine mit in den Wald nahm. Wow… hammer.

In Vestre Gausdal haben wir uns von den rentieren erholt und erst mal einen Hot Dog gegessen.
Weiter geht es den Vestringswegen immer an dem Fluß Jora entlang. Vorbei an der schwarzen Hölle bei Svatsum ging es nordwärts bis zum Espedals vatnet wo wir eine kleine Rast einlegten und uns am Ufer entspannten.

Wir nahmen dann den Querweg zum Peer Gynd v egen.. Hammer landschaft. Traumhafte Hütte mitten im Wald. An einem Wildbach mitten im Wald haben wir wieder eine Weile gesessen, die landschaft genossen und ein wenig mit gequatscht.
Welch ein herrlicher tag.
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Timberwolf » Fr 11. Jan 2013, 17:04

Tag 15 Donnerstag den 01.09.2011

Heute steht die Rondane Nationalpark auf dem Programm. Anfangs war die Tour ganz gut, nur das Wetter hätte besser sein können. Wir folgen der E27 bis Folidal und fahren dann auf der E29 weiter bis nach Dombäs wo wir wieder auf die E6 treffen ab da sehr langweilig (Dovre Nationalpark) Teils weites Hochebenen Gelände. Sehr viel Verkehr.
Man hätte im Rondane bei Dalseter oder etwas später die Einbahnstraßen ( Schotter) nach links in den Park fahren sollen......
Was uns am meisten wundert bei den vielen Nationalparks in Norwegen.. wo sind die Tiere? Ausser Schafe und Kühe gibt’s wohl nicht allzu viele.

Ab Dombäs die E 6 das Gutsbrandtal hinab gefahren. Im Mittelstück geile Schluchten mit Wildwasser.
Essen und trinken stellen die Höhepunkte des heutigen Tages da.

Tag 16 Freitag den 02.09.2011
Die Urlaubswochen neigen sich dem Ende zu. Marcus und Sylvia nehmen heute das Espetal in Angriff, während Tina und ich auf der Varadero den Peer Gynt seterveg (Almweg) östlich von Vinstra in Angriff nehmen.
Der Peer Gynt seterweg steigt auf der Ostseite des Gudbrandsdal durch typische Almlandschaften bis hinauf nach Rondablikk um dann einige Kilometer nördlich von Vinstra wieder auf die E6 zu münden. Er führt von Vinstra über Krokla nach Kvam und ist „nur“ ca 40 km lang. Aber glaubt mir, man braucht Zeit für diesen Weg.

Mit einer der Traumhaftesten Gebiete die wir gesehen haben.

Traumhafte Natur und Ausblicke bieten sich hier auf dieser Route.
Einen Idyllischen Badeplatz der auch als solcher ausgeschildert war lud uns zum pausieren ein. Um den Badeplatz als solchen auch zu nutzen haben uns die Temperaturen nicht erlaubt.
Im Fiskedalen sieht man mehrere, noch bewirtschaftete Almen und findet an der Strecke auch ein restauriertes Wasserrad das zum buttern und Käsen verwendet wurde.
Auf der Anhöhe von Krokla ( 1100m üNN) bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die umliegenden Berge und Täler des Rondane Nationalparks.

Aber auch diese wunderschöne Tagestour neigt sich dem Ende und es geht nun daran die Motorräder wieder auf den Anhänger zu wuchten und alles was nicht mehr benötigt wird zu verstauen.

Tag 17 Samstag den 03.09.2011

Ende Gelände… aus is.. vorbei der Urlaub…

Ab mit Bus und Anhänger in Richtung Oslo wo die Fähre auf uns wartet ( Hoffen wir).
Mit Tränen in den Augen schauen wir und denken wir zurück an diesen Traumurlaub auf 2 Rädern. Tina und Ich sind uns sicher, dies war nicht der letzte Besuch in der Heimat der Trolle……

P.S. Kleiner Nachtrag. Wir wären froh gewesen wenn wir auf Deutschen AUtobahnen 80 km/h hätten fahren können in Richtung Heimat. Stau is nur hinne blöd vorne gehts.
So manches Abenteuer beginnt mit dem Satz:"Ich kenne eine Abkürzung!"
Schlechte Strassen führen oft zu den schönsten Zielen.
www.2inschraeglage.de - Motorradreisen in und um Europa
Benutzeravatar
Timberwolf
Administrator
 
Beiträge: 1858
Bilder: 146
Registriert: Do 2. Aug 2012, 19:56
Wohnort: Neukirchen /Christerode

2009 Honda XL 1000 Varadero
Motorrad: Triumph Tiger 800 XCA

Re: Norwegens Mitte - Trolltour 2011

Beitragvon Rhöntourer » Sa 2. Mär 2013, 11:37

Man Oli,

schön beschrieben......da will ich wieder hin! War ein sensationeller Urlaub, an den ich mit diesem Hintergrundbild auf dem Rechner jeden Tag erinnert werde.
Die Mehrtagesfahrt findet sich mittlerweile auch hier: http://www.tourenfahrer-scouts.de/archives/2168

Grüßles Marcus
Dateianhänge
IMGP3679.jpg
Trollstigen/Stigfossen
Benutzeravatar
Rhöntourer
 
Beiträge: 175
Bilder: 0
Registriert: So 6. Jan 2013, 13:16
Wohnort: Hünfeld
Motorrad: Triumph Tiger Explorer / Yamaha FZS 1000 "Fazer"

Nächste

Zurück zu Reiseberichte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron